UWB (Ultra Wide Band)

Vorteil der Ultra Breitband (UWB) Technologie ist ihre hohe Übertragungssicherheit. Das UWB Nutzungssignal ist nur schwer  erkenn- und ortbar, da die spektrale Leistungsdichte unterhalb des thermischen Rauschens gehalten wird. Somit ist es für den  militärischen Einsatz prädestiniert. Daher wurde UWB schon vor mehr als 70 Jahren für den Bordfunk auf Kriegsschiffen genutzt.

Mit einer Bandbreite von mindestens 20% der Mittenfrequenz oder mindestens 500 MHz werden in der  UWB-Ortung  extrem große Frequenzbereiche  (3,1 GHz bis 10,6 GHz) genutzt. Dadurch eröffnet sich eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Solcon setzt  UWB vor allem für die Echtzeitortung von Personen- und Objekten  auf kurzen Distanzen besonders auch im Indoor-Bereich ein. Häufig wird diese Art der Ortung daher auch als Genauortung bezeichnet.  Beispiele hierfür sind zum Beispiel Kollisionsvermeidung oder Anwendungen zur Optimierung der Prozesssicherheit und Verfügbarkeit, zur Erhöhung der Transparenz und zum Verlustschutz in den Bereichen Fertigung und Intralogistik.

Bei der UWB-Ortung wird die Information durch eine definierte Folge kurzer digitaler Impulse übertragen.  Hierdurch erhält das Signal die gewünschte hohe Bandbreite und die übertragene Leistung verteilt sich auf einen großen spektralen Bereich. 

Echtzeitortung / RTLS (Real-Time-Locating-System)

Unter Echtzeitortungssystem oder der englischen Entsprechung RTLS (Real-Time-Locating-System) versteht man die Verfolgung und Ortung von Objekten oder Personen normalerweise innerhalb von Gebäuden oder einem eingegrenzten Areal in Echtzeit.Drahtlose RTLS Tags werden an Objekten befestigt oder von Personen an der Kleidung getragen. Feste Referenzpunkte erhalten Funksignale von den Tags und können so deren Position bestimmen. Beispiele für Echtzeitortungssysteme (RTLS) sind das Tracking von Automobilen entlang einer Fertigungsstraße, die Palettenortung in der Lagerlogistik oder die Lokalisierung medizinischer Ausstattung im Krankenhaus.

RTLS Technologie baut in der Regel auf einer Form der Radiofrequenz Kommunikation (RF) auf. Hier bedient sich Solcon des oben beschriebenen UWB. Andere Systeme nutzen auch optische (meistens infrarot) oder akustische (normalerweise ultraschall) Technologie anstelle von oder ergänzend zu RF. Tags und Referenzpunkte können Transmitter, Receiver oder beides sein. Daraus resultiert eine Vielzahl an möglichen Technologiekombinationen. 

Echtzeitortungssysteme (RTLS) sind eine Form von Local Positioning Systemen (LPS) und haben normalerweise nichts mit GPS- oder Mobilfunktracking zu tun. Ortsinformation schließt normalerweise nicht Schnelligkeit, Richtung oder räumliche Orientierung mit ein. Hierzu bietet Solcon Lösungen an, die mit Sensorik kombiniert werden.

Indoor-Ortung / Local Positioning System (LPS) mit BLE, RFID und Laufzeitmessung

Im Gegensatz zum GPS (Global-Positioning-System) beschreibt der Begriff LPS die Ortung innerhalb geschlossener Räume. Da hier die vom GPS genutzten Weltraumsatelliten an ihre Grenzen stoßen, erfordern Indoor-Ortungs-Systeme eigene, im Raum positionierte, Satelliten oder auch sogenannte Beacons zur Ermittlung der Position von Personen oder Objekten. Die Technologien auf denen ein LPS aufbaut können variieren.

Während die Beacon-Technologie auf dem Bluetooth Low Energie (BLE)-Standard basiert, die auf die Bluetooth-Verbindung des Smartphones zurückgreift, bedienen sich Solcons Systeme meistens der Funklaufzeitmessung und der Autoidentifikation durch RFID, um unter zur Hilfenahme bestimmter Algorithmen damit die Position von Objekten oder Personen zur ermitteln. Smartphone gestützte Applikationen kommen zum Beispiel in Museen, an Flughäfen oder auf Messen zum Einsatz, um den Nutzern über eine Distanz von maximal 50 Metern hinweg standortbasierte (und z. T. personalisierte) Informationen zu übermitteln. RFID basiertes LPS bietet sich in der Logistik oder der industriellen Fertigung an, wo mit RFID-Chips gekennzeichnete Waren oder Warenträger von Readern erfasst werden. In diesen Fällen kann z. B.  über die festgelegte Position der Reader die Position der betreffenden Objekte indirekt ermittelt werden, daher spricht man hier auch von indirekter Ortung oder Zonenortung. Beispielhafte Anwendunsgebiete hierfür sind zum Beispiel die Funkscannerortung, das Ladungsträgermanagement oder die Fertigungskontrolle.